Sie sind hier: Ruhe+Lärm > Tag gegen Lärm 2000 - 2016

Unsere Ohren sind immer offen, bei Tag und bei Nacht. Deshalb lohnt es sich, für eine Welt aktiv zu werden, die sich gut anhört

 

Weshalb gibt es den Tag gegen Lärm?

Lärm ist eine lange Zeit nicht ausreichend beachtete Umweltbelastung.

  • Schwerhörigkeit durch Arbeitlärm war und ist eine häufige Schädigung. Lärmschutz am Arbeitsplatz wurde in den letzten Jahrzehnten verbessert, jedoch gerade in kleinen Betrieben, am Bau und in der Metallbranche sind die Beschäftigten oft hohem Lärm ausgesetzt. Das Bewußtsein für Lärmschutz fehlt oft.
  • Stark zugenommen haben Gehörschäden durch den langdauernden Konsum von Musik. Bei Jugendlichen ist beginnende oder chon behandlunsbedürftige Schwerhörigkeit weit verbreitet. Sie kommt schleichend und wird deshalb erst zu spät wahrgenommen.
  • Ständiger Lärm durch eine laute Umgebung, insbesondere nächtliche Unterbrechungen oder Störungen de Schlafs führen zu Stresssympomen und mit der Zeit zu Herz-Kreislauferkrankungen und vermehrt Schlaganfällen. An lauten Straßen und in Einflugschneisen von Flugplätzen, an Güterzugtrassen und in Gebieten mit viel Gewerbelärm sind Menschen häufiger krank, verbrauchen mehr Medikamente und erleiden öfters Herzinfarkte und Schlaganfälle.
  • Lärm stört Konzentration und Lernerfolg, Schulkinder in lauter Umgebung haben schlechtere Chancen. Hörbehinderte und Kinder mit anderer Muttersprache werden massiv benachteiligt.
  • Lärm beeinträchtigt die Kommunikation, Verstehen wird anstrengender, Mißverständnisse häufen sich. Lärm macht ungeduldig und weniger hilfsbereit.

 Internationaler Noise Awareness Day

  • Die Schwerhörigenliga in den USA machte den Anfang: "Das Lärm-Zentrum der US-Schwerhörigenliga will vor Gehörschäden schützen und die Aufmerksamkeit gegenüber Lärm und seinen Wirkungen durch Aufklärung, Interessenvertretung und Beratung stärken. Die Belastung von Gehör, Gesundheit und Lebensqualität durch Lärm kann nicht länger abgestritten werden."
  • 1998 rief die Deutsche Gesellschaft für Akustik zum ersten "Tag für die Ruhe - gegen Lärm" auf.
  • Mittlerweile sind in Europa u.a. Österreich, Schweiz und Spanien beteiligt

Hören und Schutz der Ruhe in München

  • Seit 1999 stellt der Gesundheitsladen München alljährlich die Angebote vieler Münchner Institutionen zusammen.
  • Eltern, Kindergärten und Schulen werden angesprochen, denn der kritische und gesundheitsschützende Umgang mit Geräuschen soll gelernt werden, bevor Gehör-Schäden auftreten. Schädigungen des Ohrs lassen sich nicht mehr rückgängig machen.
  • Auszubildende in lauten Berufen erfahren mehr über den Schutz des Gehörs.
  • Menschen mit Erkrankungen des Gehörs (Schwerhörigkeit, Taubheit, Tinnitus, Hyperakusis) erfahren, was ihnen helfen kann.
  • Bürger und Bürgerinitiativen er-hören den Umgebungslärm und setzen sich für mehr Ruhe, insbesondere gegen Verkehrslärm ein.
  • Zu Lärmschutz im Wohnbereich informiert das Bauzentrum.
  • Hören ist wichtig. Es lohnt sich, seine Ohren zu schützen und lang gut hören zu können.